Hilft Tramadol bei Rückenschmerzen?

Bei starken Rückenschmerzen können Schmerzmittel wie Tramadol helfen den Schmerz zu unterdrücken. Dies kann hilfreich sein um eine gewisse Schohnhalt zu vermeiden und möglichst schmerzfrei zu leben. Langfristig sollte bei Rückenschmerzen allerdings an der Ursache und nicht an den Symptonem gearbeitet werden.

rueckenschmerzen-tramadol
Sasin Paraksa - shutterstock.com

Welche Scherzmittel helfen bei Rückenschmerzen?

Generell unterteilt man Schmerzmittel in drei Kategorien:

  • stark opioidhaltige,
  • lediglich schwach opioidhaltige,
  • nicht-opioidhaltige Schmerzmittel.

Befindet sich ein Patient in einer Schmerzbehandlung, so wird regelmäßig mit Schmerzmitteln der nicht-opioidhaltigen Gruppe begonnen. Wird eine solche Wirkung mit einem Medikament aus dieser Kategorie nicht mehr erreicht, wird eines der nächst stärkeren Stufe herangezogen. Die stärksten Medikamente beinhalten starke Opioide.

All zu lange sollten keine Schmerzmittel eingenommen werden, dies gilt insbesondere für die opiodhaltigen Schmerzmittel wie Tramadol oder auch Tilidin. Doch auch die rezeptfreien Schmerzmittel sollten nur dann eingenommen werden, wenn es ohne nicht geht.

Wie wirkt Tramadol bei Rückenschmerzen?

Da es sich bei Tramadol um ein Schmerzmittel handelt, welches zentral wirkt, erzielt es seine Wirkung, indem es sich an die Nervenzellen des Rückenmarks und des Gehirns andockt und so den Schmerz lindert. Durch dieses Andocken werden Schmerzrezeptoren gedämpft.

Hierbei handelt es sich jedoch nicht um die einzige Wirkungsweise von Tramadol. Der Wirkstoff sorgt außerdem dafür, dass die erneute Aufnahme des Stoffes Noradrenalin gehemmt und zugleich der Stoff Serotonin etwas verstärkt ausgeschüttet wird. Daher wird Tramadol auch eine leicht antidepressive Wirkung nachgesagt, die sich hierauf begründet.

Auch wenn Tramadol zentral wirkt, ist dieses Medikament nicht zur Behandlung aller Schmerzformen geeignet. Beispielsweise zeigt dieses Medikament bei einigen Formen von Bauchschmerzen kaum Wirkung.

Tropfen oder Retard bei Rückenschmerzen?

Tramadol ist bei Rückenschmerzen ein erfolgreiches Medikament, dessen Wirkung insbesondere der Tropfen sehr schnell anschlägt. Der Nachteil wäre das die Wirkung auch schneller wieder nachlässt und die Tropfen somit immer parat sein sollten.

Bei der Variante der Retardtabletten nutzt man zumeist eine Zwei-Stufen-Form, das bedeutet, dass ein Teil des Wirkstoffs, der sich in der Tablette befindet, sofort nach Einnahme freigesetzt wird, die Abgabe des anderen Teils hingegen erfolgt nach und nach in den menschlichen Organismus. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Wirkungsphase ist sehr lang.

Allerdings kann hier eine Anpassung der Dosierung nur schwer erfolgen, denn die Tabletten können aufgrund der oben beschriebenen Wirkungsweise nicht einfach geteilt und so nur die halbe Dosis eingenommen werden.

Risiken & Nebenwirkungen beachten

Tramadol sollte nicht bei leichten Rückenschmerzen eingesetzt werden. Der Wirkstoff kann zu Nebenwirkungen führen.

Auch wenn Tramadol erfolgreich bei der Behandlung von Rückenschmerzen eingesetzt wird, zeigt es keine toxische Wirkung auf menschliche Organe. Dies ist ein Vorteil gegenüber anderen Schmerzmitteln, denn es kommt seltener zu Schäden des Magens, des Darms, der Leber und der Nieren.

Allerdings können auch bei der Einnahmen von Tramadol bei Rückenschmerzen Nebenwirkungen auftreten: so beispielsweise Übelkeit und Erbrechen, Schwindel und Benommenheit. Es ist also ratsam, auf das Autofahren während der Einnahme zu verzichten.

Weitere Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Fehlempfindungen, eine verlangsamte Atmung oder auch Koordinationsstörungen sein. Trotz keiner toxischen Wirkung können Patienten nach längerer Einnahme eine Abhängigkeit entwickeln. Daher wird empfohlene die Einnahmedauer von Tramadol bei Rückenschmerzen auf ein minimum zu beschränken.

Um Tramadol abzusetzen sollte die Dosis langsam verringert werden. Hierbei gilt es sich an die Anweisungen des Arztes zu halten.

Weiterführende Links:
Artikel Teilen:
Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on skype
Skype
Share on email
Email
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Medizinische Inhalte:
Medizinische Inhalte:

Unsere Artikel werden von medizinschen Fachpersonal verfasst und werden nach höchstem wissenschaftlichen Standard aktuell gehalten. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung.