Fettleibigkeit

Medikamente gegen Fettleibigkeit per Ferndiagnose

Behandlung von Fettleibigkeit

Fettleibigkeit (Adipositas) ist mehr als nur Übergewicht. Bei Adipositas handelt es sich um eine Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung, die zu starkem Übergewicht führt und aufgrund des hohen Anteils an Körperfett krankhafte Auswirkungen hat.

Es werden verschiedene Arzneimittel gegen Übergewicht verschreiben. Appetitzügler oder Fettblocker gegen Übergewicht kommen erst ab einem BMI von über 30 zum Einsatz. Sie dienen als Unterstützung in einer Diät und können bei einer Ernährungsumstellung die  meisten Effekte erzielen.

Die bekanntesten Appetitzügler sind Alvalin mit dem Wirkstoff Cathin, Tenuate mit Amfepramon oder auch Mysimba welcher Naltrexon + Hydrochlorid enthält. Als Fettlobker ist Xenical mit dem Wirkstoff Orlistat in 120 mg bekannt.

fettleibigkeit-behandlung
Africa Studio - shutterstock.com

Was ist Fettleibigkeit?

Als Fettleibigkeit wird generell ein BMI (Body-Mass-Index) von mehr als 30 bezeichnet. Dieser wird durch die Division des Gewichtes durch die Quadratzahl der Körpergröße berechnet. Der Fachausdruck für Fettleibigkeit lautet Adipositas.

Das behandlungsbedürftige Übergewicht entsteht nicht nur durch ein Missverhältnis zwischen der Kalorienaufnahme und dem Energieverbrauch, sondern auch durch Stoffwechselstörungen. Bei gleicher Kalorienzufuhr führt eine vitaminarme und überwiegend aus gesättigten Fettsäuren bestehende Ernährung eher als eine vitaminreiche Obst- und Gemüsekost zur Fettleibigkeit.

Auch die eigentlich kalorienarmen Nüsse verursachen kaum Adipositas. Bei Fetten besteht somit die doppelte Gefahr, dass diese ohnehin mehr Kalorien als Kohlenhydrate und Eiweiße aufweisen und zudem vom Körper am stärksten zur Gewichtsbildung verwendet werden.

Ein weiteres auslösendes Moment für Adipositas stellt der Schlafmangel dar. Dieser verursacht Störungen im Stoffwechselkreislauf, indem er die übliche Fettverbrennung durch den Körper verringert.

Fettleibigkeit gehört zu den Krankheiten mit den stärksten Zuwachsraten. Zugleich erkennen Betroffene die Behandlungsbedürftigkeit ihrer Adipositas in den meisten Fällen erst, wenn bereits Folgeschäden eingetreten sind. Die Diagnose lässt sich hingegen durch jeden betroffenen Patienten selbst stellen, denn dazu reichen die Kenntnis der eigenen Größe und der Besitz einer Waage aus.

Welche Folgen hat Fettleibigkeit?

Eine Adipositas belastet das Körperskelett, sodass Schmerzen an den Gelenken zu den häufigsten Folgen gehören. Besonders fatal ist, dass die meisten Patienten sich infolge der Schmerzen schonen und ihre Fettleibigkeit durch einen noch geringeren Kalorienverbrauch erhöhen.

Zudem wirkt sich die Adipositas auf die Leistungsfähigkeit des Herzens aus. Häufige Folgen einer Fettleibigkeit sind Diabetes mellitus und weitere Stoffwechselstörungen.

Neue Studien zeigen, dass Adipositas selbst bei Alzheimer-Erkrankungen zu den Risikofaktoren zählt. Die seelischen Folgen der Fettleibigkeit werden häufig unterschätzt. Tatsächlich fühlen sich übergewichtige Menschen häufig so unwohl, dass sie soziale Kontakte weitgehend vermeiden.

Wie lässt sich Fettleibigkeit behandeln?

Bei der Behandlung einer Adipositas gilt die Überwindung des Missverhältnisses zwischen der Kalorienzufuhr und dem Energieverbrauch als eine der zentralen Maßnahmen.

Die Erfahrung zeigt, dass Diäten nur bedingt Erfolg haben und häufig mit einem Jo-Jo-Effekt verbunden sind. Auf diese Weise nehmen Patienten unmittelbar im Anschluss an die Diät erneut stark zu. Langfristig wirksamer für eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist die Erhöhung des Kalorienverbrauchs durch regelmäßige Bewegung.

Da die Gelenke übergewichtiger Patienten beim Joggen und Wandern übermäßig stark belastet werden, bieten sich Sportarten wie Radfahren und Schwimmen an. In diesem Fall wird das Gewicht zu einem hohen Anteil an den Sattel oder an das Wasser abgegeben, sodass beide Tätigkeiten bei Adipositas geeignet sind.

Spezielle Diäten wie in der Apotheke erhältliche Appetitzügler und Eiweißdrinks führen zu einer langfristigen Gewichtsreduktion, wenn die Patienten sie anstelle einer Mahlzeit verwenden und zugleich auf ausreichend Bewegung achten.

Eine weitere Möglichkeit der Verringerung der vom Körper verarbeiteten Kalorienmenge stellt der Wirkstoff Orlistat dar. Der Wirkstoff stellt sicher, dass der größte Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Fette ungenutzt ausgeschieden wird. Das Medikament wird vor jeder fettreichen Mahlzeit aufgenommen und ist frei in der Apotheke erhältlich.

Auch die Verordnung von Appetitzügler sind möglich. Dabei wird der Heisshunger unterdrückt, wobei von den Patienten dennoch unbedingt ausreichend Wasser getrunken werden muss. Die bekanntesten Appetitzügler sind Regenon, Tenuate, Alvalin oder auch Mysimba.

Eine chirurgische Behandlung der Fettleibigkeit ist grundsätzlich möglich, wegen der damit verbundenen Risiken jedoch erst ab einem Body-Mass-Index ab 40 aufgezeigt. Behandlungen wie ein Magenband und ein Magenballon machen ebenfalls eine dauerhafte Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten erforderlich